Gastronovi Erfahrungen: Kassensystem und Bezahlvorgang im Praxistest · Zahlungskompass
Zahlungskompass Echte Kosten berechnen
Ratgeber

Gastronovi Erfahrungen: Kassensystem und Bezahlvorgang im Praxistest

Gastronovi im echten Restaurantbetrieb: Tischverwaltung, Splitbill und Kartenzahlung aus Sicht einer erfahrenen Servicekraft — plus Kosten und Alternativen im Vergleich.

Von Ulf Mayer 01. August 2026 4 Min. Lesezeit
Gedeckter Tisch auf einer Restaurant-Terrasse — Umfeld für ein Gastronovi-Kassensystem

Gastronovi ist eines der bekannteren deutschen Cloud-Kassensysteme für die Gastronomie — mit Tischverwaltung, Reservierung und Splitbill als Kernfunktionen. Wie sich das im echten Servicealltag anfühlt, lässt sich aus Marketingmaterial kaum ablesen. Wir haben deshalb nicht nur die Konditionen geprüft, sondern auch mit einer Servicekraft gesprochen, die gastronovi im Tagesgeschäft nutzt — und selbst am Terminal bezahlt.

Gastronovi in Kürze

Monatspreis59 €/Gerät (zzgl. 14 €/Monat Cloud-TSE)
Mindestlaufzeit3 Monate, danach monatlich kündbar
ZielgruppeRestaurants, Bars, Cafés, Systemgastronomie
KernfunktionenTischverwaltung, Splitbill, Reservierung, Tagesmenü, Allergenkennzeichnung
Kartenzahlungüber externes Terminal, kein Amex-Support
MärkteDeutschland

Die Zahlungsabwicklung ist bei gastronovi bewusst nicht integriert — das System ist Kassensoftware, kein Payment-Anbieter. Wer Kartenzahlung akzeptieren will, bindet ein separates Terminal an.

Erfahrungen aus dem realen Betrieb

Erfahrung 1: Reibungslose Bestellaufnahme, auch ohne Gerät pro Bedienung

Im Betrieb, den wir besucht haben, hatte nicht jede Bedienung ein eigenes Gastronovi-Gerät zur Hand. Trotzdem lief die Bestellaufnahme an den Tischen ohne erkennbare Reibung — Bestellungen kamen an, Tische wurden korrekt zugeordnet, nichts ging verloren. Das ist kein triviales Detail: Systeme, die auf eine feste 1:1-Zuordnung von Personal zu Endgerät angewiesen sind, geraten in der Praxis schnell an ihre Grenzen, sobald ein Gerät fehlt oder gerade belegt ist. Gastronovis Tischverwaltung scheint diesen Fall gut abzufangen.

Erfahrung 2: Splitbill als ausdrücklich gelobte Stärke

Auf Nachfrage nach dem Bezahlvorgang — konkret: wie eine Rechnung am Tisch gesplittet wird — beschrieb die Servicekraft das System als „sehr übersichtlich und logisch”. Das ist keine beiläufige Bemerkung: Die Person hatte zuvor in anderen Gastronomiebetrieben mit anderen Kassensystemen gearbeitet und konnte den Vergleich ziehen. Splitbill ist in der Praxis eine der fehleranfälligsten Situationen an der Kasse — falsch zugeordnete Positionen, vergessene Extras, Streit um wer was hatte. Ein System, das genau das laut erfahrenem Personal sauber löst, verdient das Lob mehr als ein Feature auf der Marketing-Website.

Erfahrung 3: Uneingeschränkte Weiterempfehlung von erfahrenem Personal

Die Servicekraft würde gastronovi ohne Einschränkung weiterempfehlen. Das ist ein anderes Signal als eine Betreiber-Empfehlung, die oft auch Vertragskonditionen und Preis mit einbezieht: Hier bewertet jemand, der das System jeden Abend im Servicedruck bedient, ausschließlich die Usability im Tagesgeschäft — und fällt ein klares Urteil.

Erfahrung 4: Kontaktlose Zahlung und Tischübersicht am Display

Die Bezahlung selbst haben wir direkt getestet: Kontaktloses Bezahlen per Smartphone am angeschlossenen Kartenterminal funktionierte ohne Verzögerung oder Fehlversuch. Ein kurzer Blick auf den Gastronovi-Bildschirm zeigte außerdem die Tischübersicht — eine visuelle Belegungsanzeige der einzelnen Tische, wie sie für Reservierungs- und Auslastungssteuerung in der Gastronomie üblich ist.

Kosten im Vergleich

Bei einem Restaurant mit einem Kassengerät:

AnbieterMonatspreisTSESplitbillReservierung nativ
gastronovi59 €/Mo14 €/Mo extrajaja
orderbirdab 69 €/Moinklusivejanein (Partner-Tools)
ready2orderab 59 €/Moinklusivejanein
Lightspeed Restaurantab 69 €/Moinklusivejanein

Auf den ersten Blick wirkt gastronovi mit 59 €/Monat günstig — die separat berechnete TSE (14 €/Monat) relativiert das. Real vergleichbar sind rund 73 €/Monat, womit gastronovi im Bereich der Konkurrenz liegt. Der Unterschied: Bei orderbird, ready2order und Lightspeed ist die TSE im Grundpreis enthalten, bei gastronovi nicht — dafür ist bei gastronovi ein natives Reservierungssystem inklusive, das bei den anderen drei Anbietern über Drittanbieter-Tools nachgerüstet werden muss.

Für wen eignet sich gastronovi?

Gastronovi ist eine gute Wahl, wenn:

  • Ein natives Reservierungssystem gebraucht wird, ohne separaten Dienstleister
  • Häufig gesplittete Rechnungen anfallen (Gruppen, Tischgemeinschaften)
  • Der Betrieb ausschließlich in Deutschland tätig ist
  • Personal mit wechselnder Geräteverfügbarkeit arbeitet — die Tischverwaltung fängt das gut ab

Gastronovi ist weniger geeignet, wenn:

  • Der Betrieb auch in Österreich oder der Schweiz tätig ist (nur DE verfügbar)
  • Amex-Zahlungen wichtig sind (kein Amex-Support)
  • Eine integrierte Zahlungsabwicklung ohne separates Terminal gewünscht ist

Alternativen im Vergleich

gastronoviorderbirdready2orderLightspeed Restaurant
Monatspreis59 € + 14 € TSEab 69 € (TSE inkl.)ab 59 € (TSE inkl.)ab 69 € (TSE inkl.)
ReservierungnativPartner-ToolPartner-ToolPartner-Tool
MärkteDEDE, ATDE, AT, CHDE, AT, CH, international
Amexneinanbieterabhängiganbieterabhängigja

Fazit

Gastronovi hält im Praxistest, was die Produktbeschreibung verspricht: eine durchdachte Tischverwaltung, ein Splitbill-Ablauf, der auch erfahrenes Personal überzeugt, und eine reibungslose Kartenzahlung am angebundenen Terminal. Besonders bemerkenswert ist das Urteil aus der Servicecrew selbst — eine uneingeschränkte Empfehlung von jemandem, der Vergleichserfahrung mit anderen Systemen hat, ist ein starkes Signal für die Alltagstauglichkeit.

Die Einschränkungen bleiben real: Die TSE-Kosten kommen on top, Amex wird nicht unterstützt, und das System ist auf Deutschland begrenzt. Für Betriebe mit Reservierungsbedarf und häufigem Splitbill ist gastronovi trotzdem eine der stärksten Optionen im Markt.

Gastronovi Anbieter-Profil: Alle Konditionen im ÜberblickKassensystem Restaurant: Der ehrliche Vergleich 2026Splitbill in der Gastronomie: So funktioniert das Aufteilen der RechnungAlle Kassensysteme im VergleichKassensysteme für die Gastronomie

Häufige Fragen

Was kostet gastronovi pro Monat?

Die Basislizenz kostet 59 €/Monat pro Kassengerät. Hinzu kommen 14 €/Monat für die gesetzlich vorgeschriebene Cloud-TSE, die nicht im Basispreis enthalten ist. Das Minimal-Setup liegt damit bei ca. 73 €/Monat. Zusatzmodule wie Reservierung oder Warenwirtschaft werden separat berechnet.

Ist gastronovi einfach zu bedienen, auch für neues Personal?

Nach unseren Erfahrungen ja. In einem Betrieb, in dem nicht jede Bedienung ein eigenes Gerät hatte, lief die Bestellaufnahme trotzdem reibungslos. Eine Servicekraft mit Erfahrung in mehreren Gastro-Betrieben beschrieb besonders den Splitbill-Vorgang als übersichtlich und logisch.

Wie funktioniert Splitbill bei gastronovi?

Die Rechnung lässt sich am Tisch aufteilen — nach Positionen oder gleichmäßig auf mehrere Gäste. Im Praxistest wurde der Ablauf von erfahrenem Servicepersonal ausdrücklich als klar strukturiert gelobt, im Vergleich zu anderen Systemen, mit denen dieselbe Kraft zuvor gearbeitet hatte.

Kann ich mit gastronovi kontaktlos per Smartphone bezahlen?

Ja. Im Test funktionierte die Zahlung per Apple Pay am angeschlossenen Kartenterminal ohne Probleme. gastronovi selbst ist eine Kassensoftware ohne integrierten Acquirer — die Kartenzahlung läuft über ein separates, angebundenes Terminal.