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orderbird Kosten 2026: Was das iPad-Kassensystem wirklich kostet

orderbird: Was iPad-Kassensystem, Software-Lizenz und Payment zusammen kosten, welche Tarife es gibt — und für wen sich orderbird lohnt.

Von Ulf Mayer 29. Juni 2026 Aktualisiert 11. September 2026 4 Min. Lesezeit
iPad-Kassensystem in der Gastronomie — orderbird ist auf Restaurantbetrieb spezialisiert

orderbird wurde 2011 in Berlin gegründet und war eines der ersten iPad-Kassensysteme auf dem deutschen Markt. Heute ist es in über 12.000 Gastronomiebetrieben im Einsatz — von der Cocktailbar bis zum Campingrestaurant. Die Stärke: ein System, das auf Gastronomie-Workflows spezialisiert ist, mit Tischplänen, Splitbill und Trinkgeld.

Wer orderbird in Erwägung zieht, wird schnell merken: Die Kosten sind nicht trivial — und an einer Stelle weniger transparent, als die Preisseite vermuten lässt.

Die zwei Produktlinien: orderbird PRO und orderbird MINI

orderbird verkauft zwei unterschiedliche Produkte. orderbird PRO ist das iPad-Kassensystem für Restaurants, Bars und Cafés mit Tischbetrieb. orderbird MINI ist ein kompaktes All-in-one-Gerät — Kasse, Bondrucker, Scanner und Kartenleser in einem — für kleinere Betriebe.

orderbird PRO

PaketGeräte-Lizenzenmit orderbird-Kartenzahlungohne orderbird-Kartenzahlung
Paket S199,90 €/Monat119,90 €/Monat
Paket M2139,90 €/Monat159,90 €/Monat
Paket L3169,90 €/Monat199,90 €/Monat

Alle Pakete laufen 12 Monate, die Online-TSE ist enthalten. Wichtig ist die Bedingung hinter dem Einstiegspreis: Die niedrigeren Preise gelten nur, wenn gleichzeitig die orderbird-Kartenzahlung gebucht wird. Wer ein eigenes Terminal behalten will, zahlt 20–30 € mehr im Monat. Für Jahres- oder 3-Jahres-Vorauszahlung gibt es Rabatte.

Zusatzmodule kosten extra:

ModulPreis/Monat
Zusätzliche Geräte-Lizenz39,90 €
Reservierungssystem59,90 €
QR-Code-Bestellsystem39,90 €
Kassenbuch19,90 €
Gutscheinsystem19,90 €
Kartenzahlung auf dem Smartphone (Tap to Pay)9,90 € (erste Lizenz), 4,90 € je weitere

orderbird MINI

LizenzPreis/MonatBindung
Monatslizenz39,90 €monatlich kündbar
Jahreslizenz24,99 €12 Monate, Vorauszahlung
2-Jahres-Lizenz19,99 €24 Monate, Vorauszahlung
5-Jahres-Lizenz18,33 €60 Monate, Vorauszahlung

Das Gerät kostet ab 149 € einmalig; bei vorausbezahlten Lizenzen gibt es 100 € Hardware-Rabatt. Die TSE ist enthalten.

Preise laut orderbird.com, Stand September 2026. Vor Vertragsabschluss beim Anbieter prüfen — orderbird hat seine Preisstruktur in den letzten Jahren mehrfach umgebaut.

Kartenzahlung: der intransparente Teil

Bei der orderbird MINI ist die Kartengebühr veröffentlicht: 1,09 % bis 1,49 % pro Transaktion, abhängig von der Lizenzlaufzeit — je länger die Bindung, desto niedriger der Satz. Keine Mindestgebühr.

Bei orderbird PRO läuft die Kartenzahlung über Nexi. Die Transaktionsgebühren veröffentlicht orderbird nicht; sie stehen im individuellen Nexi-Vertrag und unterscheiden sich je nach Kartenart. Das ist der Punkt, an dem du vor Vertragsabschluss nachhaken solltest: Weil der günstigere Paketpreis an die orderbird-Kartenzahlung gekoppelt ist, entscheidet der Transaktionssatz mit darüber, ob sich das Paket rechnet.

Hardware-Kosten

orderbird PRO läuft auf dem iPad, das nicht im Paketpreis enthalten ist. Für einen Kassierpunkt kommen typischerweise zusammen:

KomponentePreis (ca.)
iPad350–550 €
Bondrucker~200 €
Kassenschublade~80–120 €

Gesamtpaket Einstieg: Wer ohne vorhandene Geräte startet, rechnet mit ca. 700–900 € Hardware-Einmalkosten für einen Kassierpunkt — plus Kartenterminal, dessen Konditionen im Nexi-Vertrag stehen.

Vorteil: Das iPad ist ein Standard-Gerät, kein proprietäres Terminal. Es lässt sich nach Vertragsende anderweitig nutzen, und Ersatzgeräte sind problemlos erhältlich.

Gesamtkosten im Überblick

Für ein mittelgroßes Restaurant mit drei Kassierpunkten (orderbird PRO Paket L, 20.000 € Kartenumsatz im Monat):

KostenblockEinmaligMonatlich
orderbird PRO Paket L (3 Lizenzen, mit orderbird-Kartenzahlung)—169,90 €
Hardware (3 iPads + Drucker + Schublade)~2.500 €—
Transaktionsgebühren (Annahme: 1,2 %)—~240 €
Gesamt Jahr 1~2.500 €~410 €

Die 1,2 % sind eine Annahme für die Rechnung, kein orderbird-Preis — der tatsächliche Satz steht im Nexi-Vertrag. Ab Jahr 2 entfallen die Hardware-Kosten; die monatlichen Kosten bleiben.

Alternativen im Vergleich

SystemMonatlichStärkeSchwäche
orderbird PROab 99,90 €Gastronomie-Tiefe, TSE inklusive12 Monate Bindung, Kartengebühren nicht öffentlich
orderbird MINIab 24,99 € (Jahreslizenz)All-in-one-Gerät, veröffentlichte GebührenFür größere Betriebe zu klein
ready2order35,90 € + 15,90 € TSEMonatlich kündbar, DACH, readyPay 1,23 %Gastro-Paket kostet 23,90 € extra
Lightspeed Restaurantab 89 €Internationale SkalierungKomplex, teuer
SumUp POS Proab 19 €Günstig, einfachKeine Tischverwaltung

Für wen orderbird sich lohnt

orderbird PRO ist sinnvoll für Gastronomie-Betriebe, die mehr als ein Terminal brauchen, Tischpläne nutzen, Trinkgeld und Splitbill abwickeln — und auf ein deutschsprachiges System mit lokalem Support Wert legen. Vor der Unterschrift sollten die Nexi-Konditionen schriftlich vorliegen.

Für kleine Cafés oder Imbisse mit einem Kassierpunkt ist PRO meist überdimensioniert. Hier lohnt der Blick auf die orderbird MINI mit veröffentlichten Gebühren oder auf ready2order, das monatlich kündbar ist und eine eigene Kartenzahlung zu 1,23 % mitbringt.

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