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Bestes Kartenlesegerät 2026: SumUp, Zettle, myPOS & Co. im Vergleich

Welches Kartenlesegerät ist das beste? Vollständiger Vergleich nach Gesamtkosten, Verbindung, Auszahlung und Betriebstyp — mit Empfehlung nach Einsatzszenario.

Von Ulf Mayer 20. August 2026 6 Min. Lesezeit
Verschiedene Kartenlesegeräte nebeneinander — SumUp, Zettle und myPOS im Vergleich

Die Frage „Welches Kartenlesegerät ist das beste?” hat keine universelle Antwort — aber sie hat eine für deinen Betriebstyp. Wer einmal im Monat auf dem Flohmarkt steht, braucht ein anderes Gerät als ein Restaurant, das täglich 80 Transaktionen abwickelt. Dieser Vergleich ordnet die fünf relevantesten Geräte nach den vier Kriterien, die tatsächlich den Unterschied machen.

Worauf es beim Kartenlesegerät wirklich ankommt

Vier Entscheidungskriterien trennen die Spreu vom Weizen:

Transaktionsgebühr: Die meisten Anbieter berechnen 1,69–1,75 % auf jede Kartenzahlung, ohne Grundgebühr. Der Unterschied klingt klein, summiert sich aber: Bei 3.000 € Monatsumsatz macht ein Prozentpunkt 360 € pro Jahr aus. Flatpay löst das mit einer Monatsflat — interessant ab ca. 5.000 € Umsatz monatlich.

Verbindung: SumUp Air und Zettle Reader 2 funken per Bluetooth zum Smartphone und nutzen dessen Datenverbindung. Praktisch im Laden, unpraktisch auf dem Wochenmarkt oder in einer Kellerbar ohne WLAN. SumUp Solo und myPOS Go haben ein eingebautes SIM — sie funktionieren überall, ohne Smartphone.

Auszahlung: Wann kommt das Geld aufs Konto? Bei SumUp und Zettle meist am nächsten Werktag. Zettle zahlt zunächst auf ein PayPal-Konto aus — extra Schritt ins Girokonto. myPOS ist der einzige Anbieter mit echter Sofortauszahlung, allerdings auf ein myPOS-eigenes Konto (Prepaid-Karte inklusive).

Integration: Wer nur gelegentlich kassiert, braucht keine WaWi-Anbindung. Wer ein Kassensystem nutzt oder den Umsatz mit einer Warenwirtschaft synchronisieren will, sollte das vor dem Kauf prüfen — SumUp integriert sich z. B. in ready2order, Zettle bietet kaum WaWi-Schnittstellen.

Die 5 besten Kartenlesegeräte im Überblick

GerätPreisGebührVerbindungAuszahlungFür wen
SumUp Air39 €1,69 %Bluetooth + Smartphone1–2 WTEinsteiger, universal
SumUp Solo99 €1,69 %eigenständig (SIM + WLAN)1–2 WTMarkt, mobil, Handwerk
Zettle Reader 2~35 €1,75 %Bluetooth + SmartphonePayPal → BankPayPal-Nutzer
myPOS Goab 29 €1,75 %eigenständig (SIM)sofort (myPOS-Konto)Sofortauszahlung
FlatpayMonatsflat0 % pro Txeigenständignächster WTVolumen ≥ 5.000 €/Mt

SumUp Air — der Klassiker für Einsteiger

39 € Einmalpreis, 1,69 % auf jede Kartenzahlung, keine Grundgebühr, kein Abo. Das SumUp Air ist das meistverkaufte Kartenlesegerät im DACH-Raum — und das aus gutem Grund. Die App ist klar, der Einstieg dauert keine 20 Minuten, und wer das Gerät ein Jahr lang täglich benutzt, hat den Kaufpreis schon nach der zweiten Woche amortisiert.

Das Gerät kommuniziert per Bluetooth mit dem Smartphone und nutzt dessen WLAN oder mobile Daten. Das bedeutet: ohne Smartphone kein Kassieren. Für den festen Standort mit stabilem WLAN — Imbiss, Friseursalon, Gemüsehändler — ist das kein Problem. Wer draußen arbeitet und kein Smartphone immer griffbereit hat, sollte zum SumUp Solo greifen.

Auszahlung: Die Tagesumsätze werden in der Regel am nächsten Werktag überwiesen. Mehr zur Einrichtung im Schritt-für-Schritt-Guide für SumUp.

SumUp Solo — für unterwegs ohne Smartphone

Das SumUp Solo (99 €) ist das SumUp Air mit eingebautem SIM-Slot und eigenem 2,95-Zoll-Touchdisplay. Kein Smartphone nötig — das Gerät bucht eigenständig über das Mobilfunknetz oder WLAN. Die Gebühr bleibt bei 1,69 %, die Auszahlung läuft wie beim Air am nächsten Werktag.

Für Wochenmarkthändler, Foodtrucks und mobile Handwerker ist der SumUp Solo die logische Wahl. Er lässt sich optional mit einem Bondrucker koppeln und arbeitet mit der SumUp POS App oder Drittanbieter-Kassensoftware wie ready2order zusammen. Wer ohnehin erwägt, auf ein vollständiges Kassensystem umzusteigen, kann den Solo als Übergangslösung oder als mobiles Gerät für ein Filialsystem nutzen.

Ausführliche Einschätzung: SumUp Erfahrungen.

Zettle Reader 2 — für PayPal-Nutzer

Zettle (PayPal-Tochter) kostet etwa 35 € für den Reader 2 und berechnet 1,75 % pro Transaktion. Das Gerät arbeitet per Bluetooth mit dem Smartphone — das Grundprinzip ist identisch zum SumUp Air.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Auszahlung: Umsätze gehen auf ein PayPal-Konto. Wer PayPal im Geschäftsalltag sowieso nutzt, bewertet das als Vorteil — Guthaben und Tageseinnahmen laufen zusammen. Wer das Geld direkt aufs Girokonto will, braucht einen manuellen Transfer.

Die Zettle-App ist übersichtlich und stabil, bietet aber kaum Schnittstellen zur Warenwirtschaft. Für reine Kassier-Anwendungen ohne Bestandsverwaltung reicht das. Mehr im Vergleich: Zettle Erfahrungen.

myPOS Go — mit Sofortauszahlung

Der myPOS Go ist mit ca. 29 € das günstigste eigenständige Gerät in diesem Vergleich. Eingebaut: SIM-Karte, Akku, Touchdisplay. Transaktionsgebühr: 1,75 %.

Das Alleinstellungsmerkmal ist die Sofortauszahlung: Umsätze sind unmittelbar nach der Transaktion auf dem myPOS-Konto verfügbar, nicht erst am nächsten Tag. Für Veranstaltungen, Flohmärkte oder Händler mit kurzfristigem Liquiditätsbedarf ist das ein echter Vorteil. Das myPOS-Konto wird mit einer Prepaid-Mastercard geliefert — Umsätze können direkt abgehoben werden.

Einschränkung: Das myPOS-Konto ist kein klassisches Girokonto. Wer das Geld regelmäßig aufs normale Geschäftskonto überweist, hat einen zusätzlichen Schritt. Laufende Kontokosten können anfallen, wenn das Guthaben auf dem myPOS-Konto geparkt bleibt.

Details: myPOS Erfahrungen.

Flatpay — für umsatzstarke Betriebe

Flatpay ist ein dänischer Anbieter mit einem Abrechnungsmodell, das sich fundamental von den anderen unterscheidet: statt einer prozentualen Gebühr pro Transaktion wird eine monatliche Pauschale berechnet. Die genaue Höhe wird individuell vereinbart und richtet sich nach dem Umsatzvolumen.

Das Gerät ist auf Kontaktloszahlung optimiert — keine numerische Tastatur für manuelle Eingaben, ausschließlich NFC und Chip. Für Gastronomen mit hohem Durchsatz und überwiegend Kontaktlos-Transaktionen funktioniert das reibungslos. Wer Beträge manuell eingeben oder Trinkgeld-Optionen vor dem Bezahlen anzeigen will, sollte das Flatpay-Setup vorab genau besprechen.

Ab wann lohnt sich Flatpay? Als grobe Faustregel gilt: Ab 5.000 € Monatsumsatz ist die Monatsflat günstiger als 1,69 % bei SumUp. Bei 1.000 € Monatsumsatz dreht sich das Verhältnis um. Mehr: Flatpay Erfahrungen.

Gesamtkosten über 12 Monate

Annahme: 3.000 € Monatsumsatz = 36.000 €/Jahr

GerätHardwareGebühren/JahrGesamt Jahr 1
SumUp Air39 €608 € (1,69 %)647 €
SumUp Solo99 €608 € (1,69 %)707 €
Zettle Reader 235 €630 € (1,75 %)665 €
myPOS Go29 €630 € (1,75 %)659 €
Flatpay (geschätzt 30 €/Mt)0 €360 €360 €

Flatpay-Konditionen sind hier mit 30 €/Monat geschätzt — der tatsächliche Preis hängt vom individuell vereinbarten Vertrag ab. Bei höherem Monatsumsatz wächst der Vorteil von Flatpay; bei niedrigerem Volumen sind die prozentualen Modelle günstiger.

Empfehlung nach Betriebstyp

BetriebstypEmpfehlung
Einsteiger, NebengewerbeSumUp Air
Marktstand, Foodtruck, Handwerker mobilSumUp Solo
Händler im PayPal-ÖkosystemZettle Reader 2
Veranstaltung, Sofortauszahlung nötigmyPOS Go
Restaurant / Café mit hohem KartenvolumenFlatpay

Wer ein vollständiges Kassensystem mit Bondrucker, Barcode-Scanner und Warenwirtschaft sucht, ist mit einem reinen Kartenlesegerät unterversorgt — die Entscheidungshilfe dazu liefert der Kassensystem-Kaufberater.

Alle Geräte lassen sich in wenigen Minuten einrichten: Kartenlesegerät einrichten — Schritt-für-Schritt.


→ Alle Kartenlesegeräte im Vergleich
→ SumUp Erfahrungen: Was der Kartenleser wirklich kann
→ Kassensystem oder Kartenleser? Wann welche Lösung passt

Häufige Fragen

Welches Kartenlesegerät hat die günstigsten Gebühren?

SumUp berechnet 1,69 % pro Transaktion — das ist der niedrigste Satz unter den reinen Kartenlesern ohne Abo. Flatpay bietet eine Monatsflat ohne prozentuale Gebühr, die sich ab ca. 5.000 € Monatsumsatz lohnt. myPOS und Zettle nehmen 1,75 %.

Welches Kartenlesegerät funktioniert ohne Smartphone?

SumUp Solo und myPOS Go funktionieren eigenständig mit eingebautem SIM und Display — kein Smartphone nötig. Zettle Reader 2 und SumUp Air brauchen ein gekoppeltes Telefon als Datenverbindung.

Was ist das beste Kartenlesegerät für den Wochenmarkt?

SumUp Solo oder myPOS Go — beide haben ein eingebautes SIM-Modul und funktionieren ohne WLAN oder Smartphone. Der SumUp Solo kostet 99 € und hat 1,69 % Transaktionsgebühr; myPOS Go ca. 29 € mit 1,75 %.

Gibt es Kartenlesegeräte ohne Transaktionsgebühren?

Flatpay berechnet eine monatliche Flat statt einer prozentualen Gebühr — bei niedrigem Volumen aber teurer, bei hohem Volumen günstiger als SumUp. Ein echtes Null-Gebühren-Gerät gibt es nicht: Entweder Abo oder Prozentsatz.