SumUp Alternativen: 5 Anbieter im direkten Vergleich
SumUp ist bekannt — aber nicht immer günstig. 5 Alternativen im Vergleich: Was sie kosten, können und für wen sie besser passen.
SumUp hat sich in Deutschland als Standardlösung etabliert — vor allem für Händler, die schnell starten wollen, ohne Vertrag und Monatspauschale. Doch „einfach starten” ist nicht dasselbe wie „dauerhaft günstig”. Wer regelmäßig über 3.000 € im Monat kassiert, zahlt mit SumUp mehr als nötig — je nach Kartenmix deutlich mehr.
Diese fünf Alternativen lohnen sich je nach Situation mehr als SumUp.
Warum überhaupt eine Alternative?
SumUp berechnet 1,39 % auf alle Karten — Girocard, Visa, Mastercard, Amex. Das ist einfach zu kalkulieren, aber teuer für Händler mit hohem Girocard-Anteil. In Deutschland zahlen Kunden noch immer mehrheitlich mit EC-Karte (Girocard). Wer 70 % oder mehr seiner Umsätze über Girocard abwickelt, verschenkt bei 5.000 € Monatsumsatz rund 20–25 € pro Monat gegenüber der günstigsten Alternative.
Weitere Gründe für einen Wechsel:
- Monatliche Kosten: Das SumUp Terminal (169 €) und der Solo (79 €) sind Einmalkäufe — aber für gelegentliche Nutzer ist selbst die Transaktionsgebühr auf Dauer keine Kleinigkeit
- Kundensupport: erreichbar, aber keine persönliche Beratung
- Internationale Nutzung: SumUp funktioniert in vielen Ländern, manche Alternativen nur in Deutschland
- Kassensystem: Wer eine vollwertige Kassensoftware braucht, findet bei SumUp nur begrenzte Optionen
Die 5 besten SumUp-Alternativen
1. Zettle (PayPal)
Für wen: Händler mit PayPal-Anbindung und Inventarbedarf
Zettle berechnet seit 2026 1,39 % auf alle Karten — identisch mit SumUp. Der Unterschied liegt nicht mehr beim Preis, sondern bei den Features: kostenlose Kassensoftware mit Inventarverwaltung, PayPal-Auszahlung direkt aufs PayPal-Konto.
| SumUp | Zettle | |
|---|---|---|
| Girocard | 1,39 % | 1,39 % |
| Visa / Mastercard | 1,39 % | 1,39 % |
| Amex | 1,39 % | 1,39 % |
| Monatsgebühr | 0 € | 0 € |
| Hardware | ab 34 € | ab 29 € |
Preislicher Unterschied: keiner. Zettle lohnt sich, wenn die PayPal-Auszahlung oder die kostenlose Inventarsoftware relevant sind.
Nachteil: Zettle ist nur in Deutschland verfügbar (kein AT/CH).
SumUp vs. Zettle: Alle Daten im direkten Vergleich →
2. Flatpay
Für wen: Stationäre Händler mit stabilem Umsatz, die ein professionelles Terminal wollen
Flatpay berechnet 1,29 % auf alle Kartenarten — Girocard, Visa, Mastercard, Amex zahlen denselben Satz. Das sind 0,10 Prozentpunkte weniger als SumUp. Keine Monatsgebühr, aber eine Mindestlaufzeit von 36 Monaten und ein Mindestumsatz von 2.000 €/Monat (sonst 50 € Ausgleich).
| SumUp | Flatpay | |
|---|---|---|
| Girocard / Visa / MC / Amex | 1,39 % | 1,29 % |
| Monatsgebühr | 0 € | 0 € |
| Hardware | ab 34 € | kostenlos (PAX A920Pro) |
| Laufzeit | keine | 36 Monate |
Bei 5.000 €/Monat spart Flatpay ~5 € gegenüber SumUp — real, aber nicht der Hauptgrund für einen Wechsel. Der eigentliche Unterschied: Das PAX A920Pro ist ein vollwertiges stationäres Terminal mit eingebauter SIM-Karte (4G-Backup), eigenem Drucker und täglicher Auszahlung. Wer das Terminal drei Jahre stabil betreibt, bekommt bessere Hardware für denselben Preis.
Kein Eignung für mobilen Außendienst oder niedrigen / saisonalen Umsatz — dort schlägt die Mindestlaufzeit negativ durch.
SumUp vs. Flatpay: Alle Daten im direkten Vergleich →
3. myPOS
Für wen: Händler, die schnelle Auszahlungen oder ein eigenes Geschäftskonto wollen
myPOS bietet ein eigenes IBAN-Konto direkt auf dem Terminal — Zahlungen sind sofort verfügbar, keine Wartezeit. Für Händler mit Liquiditätsbedarf (Märkte, Events, Saison) ist das ein echter Vorteil gegenüber SumUp (1–2 Werktage Auszahlung).
Im Basistarif (Plan One, 0 €/Monat) berechnet myPOS 1,29 % auf alle Karten — günstiger als SumUp, ohne Monatspauschale. Wer mehr Volumen hat, kann auf Plan Plus (19 €/Monat, 0,89 %) oder Plan Pro (39 €/Monat, 0,79 %) wechseln. myPOS ist günstiger als SumUp sowohl beim Preis als auch beim Settlement.
Weitere Stärken: mehrere Terminals auf einem Konto, eigene SIM-Karte, Trinkgeld-Funktion.
SumUp vs. myPOS: Alle Daten im direkten Vergleich →
4. Viva.com
Für wen: Wachsende Betriebe, die mehr als nur ein Kartenlesegerät brauchen
Viva.com ist ein eigener Acquirer — das bedeutet, der Anbieter steht direkt zwischen Terminal und Kartennetzen. Das ermöglicht wettbewerbsfähige Gebühren: 0,85 % für inländische Debitkarten, 1,69 % für Kreditkarten.
Das Modell richtet sich an Betriebe mit höherem Volumen. Für Kleinstumsätze unter 2.000 €/Monat rechnet es sich weniger.
Besonderheit: Viva.com bietet auch Online-Payment (E-Commerce) und kann beides — stationär und online — unter einem Vertrag bündeln.
SumUp vs. Viva.com: Alle Daten im direkten Vergleich →
5. PAYONE (Sparkassen)
Für wen: Betriebe, die eine Bankverbindung mit dem Terminal wollen
PAYONE ist das Terminal-Ökosystem der Sparkassen-Finanzgruppe. Wer bereits Sparkassen-Kunde ist, profitiert von gebündelter Abrechnung und direkter Bankintegration. Gebühren sind intransparenter — Konditionengespräch vorausgesetzt.
Gut geeignet für: Mittelstand, Gastronomie, Betriebe mit bestehender Sparkassen-Beziehung. Monatliche Grundgebühr, Mietgerät, kein Kleinhändler-Einstiegsmodell.
Schnellübersicht: Wer eignet sich wofür?
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Girocard-dominanter Betrieb in DE | Viva.com (0,85 % Debit) |
| Stationär, 36 Monate Horizont, professionelles Terminal | Flatpay |
| Sofortige Auszahlung nötig | myPOS |
| Online + stationär kombiniert | Viva.com |
| Sparkassen-Bankkunde, Mittelstand | PAYONE |
| Einfacher Einstieg, internationaler Betrieb | SumUp |
Fazit
SumUp ist die richtige Wahl, wenn Einfachheit und ein breiter Länder-Support Priorität haben. Sobald der Monatsumsatz steigt oder der Kartenmix bekannt ist, lohnt ein genauer Vergleich — die Einsparungen sind real.
Den Preis-Check für dein Umsatzprofil machst du am schnellsten mit dem Kostenrechner.
→ SumUp vs. Zettle: Der direkte Vergleich
→ Was Kartenzahlung wirklich kostet
Korrektur (24. Juni 2026): Der Viva.com-Abschnitt wurde aktualisiert. Die zuvor verwendete Beschreibung (“0,85 % für inländische Debitkarten, 1,69 % für Kreditkarten” ersetzte eine frühere Formulierung, die die Gebühren zu niedrig ansetzte) entspricht nun den tatsächlichen All-in-Sätzen gemäß Viva.com-Preisseite: 0,85 % (Debitkarten), 1,69 % (EU-Kreditkarten), 2,75 % (Amex).