Kartenterminal-Vergleich
Alle wichtigen Anbieter auf einen Blick – getrennt nach mobilen Kartenlesern und vollwertigen Kassensystemen. Gebühren nach Kartenart, damit du keinen „ab"-Preisen aufsitzt.
Kartenlesegeräte
| Anbieter | Hardware | Monat | Girocard | Kredit | Amex | Vertrag | TSE | Tap to Pay | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SumUp | ab 34 € | 0 € | 1,39 % | 1,39 % | 1,39 % | keine Bindung | optional | ● | ↗ |
| Zettle (PayPal) | ab 29 € | 0 € | 0,95 % | 2,75 % | 2,75 % | keine Bindung | optional | ● | ↗ |
| myPOS | ab 29 € | 0 € | 0,90 % | 1,30 % | 2,50 % | keine Bindung | optional | ● | ↗ |
| Viva.com | gratis | 0 € | 0,30 % | 0,30 % | 1,00 % | keine Bindung | optional | ● | ↗ |
| Flatpay | gratis | 0 € | 1,29 % | 1,29 % | 1,29 % | 36 Monate | optional | ○ | ↗ |
| Nexi | gratis | 19,95 € | 0,22 % | 0,89 % | — | 24 Monate | optional | ○ | ↗ |
| PAYONE | gratis | 0 € | 0,89 % | 0,89 % | — | 24 Monate | optional | ○ | ↗ |
| Unzer | ab 149 € | 9,9 € | 0,29 % | 0,99 % | — | 24 Monate | optional | ○ | ↗ |
| Mollie | ab 45 € | 0 € | 1,20 % | 2,00 % | — | keine Bindung | optional | ● | ↗ |
Kassensysteme
| Anbieter | Hardware | Monat | Girocard | Kredit | Amex | Vertrag | TSE | Tap to Pay | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ready2order | ab 279 € | 34,9 € | — | — | — | monatlich kündbar | integriert | ○ | ↗ |
| orderbird | ab 399 € | 22 € | 1,75 % | 1,75 % | 1,75 % | 12 Monate | integriert | ○ | ↗ |
| Lightspeed | ab 79 € | 69 € | 1,50 % | 1,50 % | 1,50 % | 12 Monate | integriert | ○ | ↗ |
| Tillhub | gratis | 29,8 € | — | — | — | auf Anfrage | integriert | ○ | ↗ |
| Vectron | gratis | 34,9 € | — | — | — | flexibles Abo | optional | ○ | ↗ |
| KORONA POS | gratis | 49 € | — | — | — | monatlich kündbar | integriert | ○ | ↗ |
| LocaFox | gratis | 39 € | — | — | — | monatlich kündbar | integriert | ○ | ↗ |
Hinweis: Kartenleser und Kassensysteme lassen sich nicht 1:1 vergleichen – Kassensysteme bieten Warenwirtschaft, TSE und Tischverwaltung, kosten dafür aber mehr. Welche Kategorie zu dir passt, klärt der Kostenrechner. Den reinen Kassensystem-Vergleich gibt es auf einer eigenen Seite.
So wählst du das richtige Gerät
Die Tabellen zeigen, was Anbieter kosten. Die entscheidende Frage davor ist: Was brauchst du überhaupt? Kartenlesegeräte und Kassensysteme lösen unterschiedliche Probleme.
Kartenlesegerät – wenn du nur kassieren willst
Ein mobiler Kartenleser ist das richtige Werkzeug für alle, die Kartenzahlungen akzeptieren wollen, ohne einen Betrieb mit Warenwirtschaft und Belegpflicht zu führen. Marktstände, Foodtrucks, Handwerker, mobile Dienstleister: Hier reicht ein Gerät ab 29 €, kein Monatsvertrag, keine TSE-Pflicht.
Beim Vergleich der Kartenleser ist die Transaktionsgebühr nach Kartenart der wichtigste Hebel. Wer hauptsächlich Girocard-Kunden hat, fährt mit myPOS (0,90 %) oder Zettle (0,95 %) günstiger als mit SumUps Einheitssatz (1,39 %). Wer dagegen viele Kreditkarten oder internationale Karten kassiert, profitiert vom Einheitssatz. Die Differenz ist bei niedrigem Umsatz klein – bei 20.000 € im Monat macht sie mehrere hundert Euro pro Jahr aus. Wer unsicher ist, welcher Anbieter zum eigenen Profil passt, bekommt mit dem Kartenterminal-Finder in vier Fragen eine konkrete Empfehlung.
Kassensystem – wenn du einen Betrieb führst
Sobald du in Deutschland eine Registrierkasse betreibst, gilt die KassenSichV: TSE-Pflicht, Bonausgabepflicht, revisionssichere Aufzeichnung. Kein mobiler Kartenleser erfüllt das. Ein Kassensystem wie orderbird, ready2order oder Lightspeed bringt TSE, Warenwirtschaft und Tischverwaltung mit – dafür liegen die Monatskosten bei 22–69 € und mehr.
Für Gastronomie, Einzelhandel und Friseure gibt es jeweils andere Anforderungen an Tischverwaltung, Inventar und Schnittstellen. Die Branchen-Guides helfen bei der Auswahl: Gastronomie, Einzelhandel, Friseur.
Was der beworbene „ab"-Preis verschweigt
Fast alle Anbieter bewerben den günstigsten ihrer Sätze – meist den für Girocard im Inland. Kreditkartensätze, Amex-Aufschläge und Scheme-Gebühren für ausländische Karten stehen im Kleingedruckten. Der Kostenrechner rechnet deinen tatsächlichen Jahreskostenbetrag aus, basierend auf deinem Umsatz und Kartenmix.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Kartenlesegerät und einem Kassensystem?
Ein Kartenlesegerät akzeptiert Kartenzahlungen – mehr nicht. Ein Kassensystem ergänzt das um Warenwirtschaft, Bons, Tischverwaltung und TSE-Fiskalisierung. Wer nur kassieren will, reicht ein Kartenleser. Wer einen Betrieb führt, der buchhalterische Aufzeichnungen erfordert, braucht ein Kassensystem.
Welcher Anbieter hat die niedrigsten Transaktionsgebühren?
Das hängt von deinem Kartenmix ab. Viva.com hat die niedrigsten Ausgangssätze, aber „ab"-Preise mit möglichen Aufschlägen. Bei reinem Girocard-Betrieb sind myPOS (0,90 %) und Zettle (0,95 %) günstiger als SumUp (1,39 %). Bei hohem Kreditkartenanteil kehrt sich das um: Der SumUp-Einheitssatz ist dann oft der günstigere.
Brauche ich als Kleinunternehmer eine TSE?
Nur wenn du eine elektronische Registrierkasse betreibst. Wer ausschließlich einen mobilen Kartenleser ohne Kassensoftware nutzt, ist von der KassenSichV nicht erfasst. Sobald du Bons druckst oder eine Kassensoftware mit Artikelverwaltung einsetzt, greift die Pflicht.
Gibt es Anbieter ohne Vertragsbindung?
Ja – alle Kartenleser in diesem Vergleich (SumUp, Zettle, myPOS, Viva.com, Flatpay) haben keine Mindestlaufzeit. Bei Kassensystemen sind 12-Monats-Verträge üblich; PAYONE und einige andere bieten bei kostenpflichtiger Hardware auch kürzere Laufzeiten an.
Welcher Anbieter zahlt am schnellsten aus?
myPOS zahlt sofort auf ein integriertes Geschäftskonto aus. Zettle und Viva.com zahlen in der Regel am nächsten Werktag. SumUp braucht 1–3 Werktage. Bei Kassensystemen hängt es vom integrierten Zahlungsdienstleister ab.
Funktioniert Kartenzahlung auch ohne Internet?
Die meisten modernen Terminals erlauben einen kurzen Offline-Betrieb für kleine Beträge – sie speichern Transaktionen und senden sie bei Verbindungswiederherstellung. Für höhere Beträge ist in der Regel eine Echtzeit-Autorisierung nötig. Ein dauerhafter Offline-Betrieb ist bei keinem der verglichenen Anbieter vorgesehen.