SumUp Gebühren 2026: Alle Kosten ehrlich erklärt
SumUp berechnet 1,39 % für alle Karten. Was Hardware, Auszahlung und versteckte Kosten ausmachen und für wen der Einheitssatz günstiger ist als Staffelpreise.
SumUp bewirbt sein Preismodell mit einem einzigen Satz: 1,39 % für alle Karten, keine Grundgebühr, keine Vertragsbindung. Das klingt nach maximaler Einfachheit — und das ist es auch. Aber Einfachheit hat ihren Preis. Wer viel umsetzt oder einen bestimmten Kartenmix hat, zahlt mit SumUp mehr als nötig. Wer wenig und unregelmäßig kassiert, zahlt weniger als mit jedem anderen Modell. Dieser Artikel rechnet es durch.
Die Gebühren im Überblick
| Kostenposten | SumUp |
|---|---|
| Transaktionsgebühr Girocard | 1,39 % |
| Transaktionsgebühr Visa / Mastercard | 1,39 % |
| Transaktionsgebühr American Express | 1,39 % |
| Grundgebühr | 0 € |
| Vertragslaufzeit | keine Bindung |
| Auszahlung | 1–3 Werktage |
Das Besondere: SumUp unterscheidet nicht nach Kartenart. Ob Girocard, Kreditkarte oder American Express — der Satz bleibt gleich. Das macht die Kalkulation einfach. Und es ist für viele Händler eine echte Erleichterung gegenüber Anbietern, die drei verschiedene Sätze ausweisen und beim günstigsten bewerben.
Hardware-Kosten
SumUp bietet mehrere Geräte, abgestuft nach Funktionsumfang:
| Gerät | Preis (ca.) | Besonderheit |
|---|---|---|
| SumUp Solo Lite | ab 34 € | Basismodell, Bluetooth zum Smartphone |
| SumUp Solo | ab 79 € | Eigenes Display, WLAN, kein Handy nötig |
| SumUp Terminal | ab 169 € | Vollwertiges POS-Gerät mit Produktkatalog |
| Tap to Pay | 0 € | Kontaktlos direkt per Smartphone, keine Hardware |
Für Einsteiger ist das SumUp Solo Lite der günstigste Einstieg: ein kompakter Kartenleser, der per Bluetooth mit der SumUp-App auf dem Smartphone kommuniziert. Kein eigener Bildschirm — das Smartphone übernimmt die Anzeige.
Das SumUp Solo löst das: Es hat ein eigenes 3,3-Zoll-Display und kommuniziert direkt per WLAN oder Mobilfunk. Du brauchst kein Handy daneben. Für stationäre Betriebe oder Marktstände ohne zuverlässige Bluetooth-Reichweite ist es das sinnvollere Gerät.
Auf TSE und Registrierkasse angewiesen? Das POS Pro bringt Kassensoftware, Bondrucker und TSE-Integration mit — kostet aber deutlich mehr als ein reiner Kartenleser. Wer nur kassieren will, braucht es nicht.
Aktion: SumUp Solo Lite — 1 Jahr gebührenfrei
Aktuell ist das Solo Lite mit einem Jahr kostenlosem Transaktionsservice erhältlich. Zum Angebot →
Wann lohnt sich 1,39 % — und wann nicht?
Der einheitliche Satz klingt fair. Ob er es ist, hängt von deinem Kartenmix ab.
In Deutschland zahlen Kunden mehrheitlich mit Girocard (dem klassischen EC-System). Wer viele Girocard-Zahlungen erwartet, sollte Anbieter vergleichen: Zettle berechnet jetzt ebenfalls einen Einheitssatz von 1,39 %, myPOS liegt im kostenlosen One-Tarif bei 1,29 % — leicht günstiger.
Die Tabelle zeigt, was ein Händler mit 10.000 € Monatsumsatz bei verschiedenen Kartenmixen zahlt:
| Kartenmix | SumUp 1,39 % | Zettle 1,39 % | myPOS One 1,29 % |
|---|---|---|---|
| 100 % Girocard | 139 €/Mt | 139 €/Mt | 129 €/Mt |
| 50 % Giro, 50 % Kreditkarte | 139 €/Mt | 139 €/Mt | 129 €/Mt |
| 20 % Giro, 80 % Kreditkarte | 139 €/Mt | 139 €/Mt | 129 €/Mt |
Fazit der Tabelle: Zettle und SumUp sind jetzt identisch bepreist — beide 1,39 % auf alle Karten. myPOS One ist mit 1,29 % in allen Szenarien leicht günstiger, bietet aber Sofortauszahlung statt 1–2 Tage Wartezeit. Wer mehr Volumen hat, kann mit myPOS Plus (19 €/Monat, 0,89 %) oder Flatpay (1,29 %, 36-Monats-Vertrag) deutlich sparen.
Vergleich mit direkten Alternativen
| SumUp | Zettle | myPOS (One) | Viva.com | |
|---|---|---|---|---|
| Girocard | 1,39 % | 1,39 % | 1,29 % | ab 0,30 % |
| Kreditkarte | 1,39 % | 1,39 % | 1,29 % | ab 0,30 % |
| Amex | 1,39 % | 1,39 % | 1,29 % | 1,00 % |
| Grundgebühr | 0 € | 0 € | 0 € | 0 € |
| Vertrag | keine | keine | keine | keine |
| Auszahlung | 1–3 Tage | 1–2 Tage | sofort | 1–2 Tage |
| Hardware ab | 34 € | 29 € | 29 € | 0 € |
Viva.com fällt mit seinen niedrigen Ausgangssätzen auf — aber der Haken steckt im Kleingedruckten: Diese Sätze gelten für reine Inlandskarten ohne Interchange-Aufschlag. Sobald Kunden mit ausländischen Kreditkarten oder Premiumkarten zahlen, kommen Scheme-Gebühren dazu, die Viva.com nicht pauschal nennt. SumUps 1,39 % sind dafür echte Festpreise ohne Überraschungen.
Alle Daten im direkten Vergleich: SumUp vs. Zettle vs. myPOS · SumUp vs. Viva.com
Versteckte Kosten, die selten erwähnt werden
Auszahlungsdauer: SumUp zahlt Einnahmen in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen aus. Bei hohem Tagesumsatz bedeutet das: Geld, das am Freitag verdient wird, ist erst am Montag oder Dienstag verfügbar. Für Betriebe mit knapper Liquidität ist das relevant. myPOS bietet Sofortauszahlung auf ein integriertes Geschäftskonto — ein echter Vorteil für manche.
TSE/Fiskalisierung: SumUp-Geräte sind keine vollwertigen Registrierkassen. Wer in Deutschland eine elektronische Kasse betreibt, braucht eine TSE-konforme Lösung. Das SumUp POS Pro enthält eine TSE; einfache Kartenleser (Solo Lite, Solo) nicht. Die Kosten für eine externe TSE oder ein separates Kassensystem kommen oben drauf.
Kassensoftware: Die SumUp-App ist kostenlos und für einfaches Kassieren ausreichend. Wer Inventarverwaltung, Tischpläne oder komplexe Auswertungen braucht, muss in die kostenpflichtigen POS-Pakete (ab ca. 25 €/Monat) oder auf ein externes System wechseln.
Refunds und Rückbuchungen: Rückbuchungen (Chargebacks) entstehen, wenn Kunden ihre Bank einschalten. SumUp zieht die entsprechende Summe sowie eine Bearbeitungsgebühr vom Konto ab. Das ist branchenüblich, aber ein Punkt, der bei der Kostenkalkulation oft vergessen wird.
Für wen ist SumUp die richtige Wahl?
SumUp lohnt sich besonders für:
- Einsteiger und Gelegenheitshändler — kein Monatspreis, keine Mindesteinnahme, kein Risiko bei Saisonpausen.
- Mobile Dienstleister mit gemischtem Kartenmix — Handwerker, Caterer, Foodtrucks, die sowohl Girocard als auch Kreditkarten akzeptieren und keine Lust auf komplizierte Abrechnungen haben.
- Händler mit hohem Kreditkartenanteil — Wer viele Touristen oder Geschäftskunden bedient, profitiert vom einheitlichen Satz gegenüber Anbietern mit höheren Kreditkartensätzen.
- Betriebe ohne Kassenpflicht — Wer kein Kassensystem braucht, spart sich die TSE-Thematik komplett.
Weniger geeignet bei:
- Hohem Umsatz und Preissensibilität — myPOS One (1,29 %) ist günstiger als SumUp; myPOS Plus (19 €/Monat, 0,89 %) oder Flatpay (1,29 %, Vertragsbindung) können bei höherem Volumen noch mehr sparen.
- Sofort-Liquiditätsbedarf — Wer täglich auf seine Einnahmen angewiesen ist, ist mit myPOS (Sofortauszahlung) besser bedient.
- Kassensystembedarf — Wer TSE, Bondrucker und Tischverwaltung braucht, zahlt mit dem SumUp POS Pro ähnlich viel wie mit spezialisierten Kassensystemen — dann lohnt sich ein direkter Vergleich mit orderbird oder ready2order.
Fazit
SumUp ist kein Schnäppchen — aber ein verlässliches, unkompliziertes Angebot. Der einheitliche Transaktionssatz von 1,39 % ist der eigentliche Markenkern: keine Überraschungen, kein Kleingedrucktes, kein Unterschied zwischen Karten. Dafür zahlt man bei reinem Girocard-Geschäft mehr als bei der Konkurrenz.
Wer das weiß und trotzdem bewusst wählt — wegen der Einfachheit, des Ökosystems oder des gemischten Kartenmix — trifft eine rationale Entscheidung. Wer dagegen primär auf den niedrigsten Girocard-Satz aus ist, sollte myPOS oder Zettle vergleichen.
→ Deine Gesamtkosten mit SumUp berechnen
→ Was Kartenzahlung wirklich kostet: alle Kostenblöcke erklärt
→ Alle Kartenlesegeräte im Vergleich
→ SumUp vs. Zettle vs. myPOS: Direkter Vergleich
Zahlst du zu viel für Kartenzahlung?
Gib deinen aktuellen Tarif ein — wir vergleichen ihn mit allen gelisteten Anbietern für diesen Gerätetyp und zeigen dir das Einsparpotenzial. Läuft komplett in deinem Browser.
Modellrechnung auf 1 Jahr, ohne Mindestlaufzeiten oder Wechselkosten außer Hardware. Dein aktueller Tarif wird als Einheitssatz auf den gesamten Kartenumsatz angenommen; bei den Alternativen rechnen wir mit einem Standard-Kartenmix (65 % Girocard, 30 % Visa/Mastercard, 5 % American Express). Für eine Berechnung mit deinem eigenen Kartenmix und Mehrjahresvergleich nutze den ausführlichen Kostenrechner.