Adyen vs. Stripe im Vergleich 2026
Adyen und Stripe sind beides Omnichannele — ohne Grundgebühr und Vertragsbindung. Die Girocard-Gebühr variiert: Adyen auf Anfrage, Stripe 1,50 %. Der Hardware-Einstiegspreis unterscheidet sich: Adyen kostenlos, Stripe ab 59 €.
| Ay Adyen Omnichannel | St Stripe Omnichannel | |
|---|---|---|
| Übersicht | ||
| Bewertung | ★★★★☆ 4.2 | ★★★★☆ 4.3 |
| Hardware ab | kostenlos | ab 59 € |
| Monatsgebühr | 0 € | 0 € |
| Vertrag | keine Bindung | keine Bindung |
| TSE | — | — |
| Märkte | DE, AT, CH | DE, AT, CH |
| Transaktionsgebühren | ||
| Girocard | auf Anfrage | 1,50 % |
| Visa / Mastercard | auf Anfrage | 1,50 % |
| American Express | auf Anfrage | 1,50 % |
| Akzeptierte Zahlungen | ||
| Girocard | ✓ | ✓ |
| Visa / Mastercard | ✓ | ✓ |
| Amex | ✓ | ✓ |
| Apple / Google Pay | ✓ | ✓ |
| Tap to Pay | ✗ | ✓ |
| Stärken | ||
|
| |
| Schwächen | ||
|
| |
| Zu Adyen ↗ | Zu Stripe ↗ | |
Adyen vs. Stripe im Detail
Adyen und Stripe zählen beide zu den global führenden Payment-Plattformen, unterscheiden sich aber fundamental in Preismodell, Zielgruppe und Einstiegshürde.
Preismodell ist der zentrale Unterschied. Stripe berechnet einen festen, einfachen Satz: 1,5 % plus 0,10 € (stationär) bzw. 0,25 € (online) pro Transaktion. Adyen arbeitet mit Interchange++ — die tatsächlichen Netzwerkkosten der Kartennetze plus ein transparenter Adyen-Aufschlag. Das ist bei mittlerem bis hohem Volumen in der Regel günstiger als ein Pauschalsatz, erfordert aber Verständnis der zugrunde liegenden Kostenstruktur, da verschiedene Kartentypen unterschiedlich teuer sind.
Self-Onboarding vs. Vertriebskontakt. Stripe lässt sich vollständig online einrichten, ohne Gespräch mit einem Vertriebsmitarbeiter — ein Account reicht zum Start. Adyen erfordert dagegen ein Beratungsgespräch und eignet sich erst ab relevantem Transaktionsvolumen wirklich; für Kleinstunternehmer ist die Hürde entsprechend höher.
Beide sind global und Unified-Commerce-fähig, aber mit unterschiedlichem Tiefgang: Adyen verarbeitet Zahlungen für Konzerne wie Spotify oder H&M und bringt entsprechend ausgereiftes Fraud-Management und globale Zahlungsmethodenabdeckung mit. Stripe punktet stattdessen mit der bekanntesten Entwickler-API im Markt und 135+ Zahlungsarten im Online-Checkout.
TSE fehlt bei beiden — weder Adyen noch Stripe bieten eine native deutsche Fiskalisierungslösung; beide benötigen eine externe Ergänzung für kassenpflichtige stationäre Betriebe.
Fazit: Kleinere und wachsende Unternehmen ohne dediziertes Payment-Team sind mit Stripes einfacher Preisstruktur und Self-Onboarding meist besser bedient. Mittelständler und Enterprises mit hohem, internationalem Transaktionsvolumen profitieren von Adyens Interchange++-Modell und globaler Reichweite — sofern der Beratungsaufwand sich lohnt.
Häufige Fragen zu diesem Vergleich
Welcher Anbieter ist günstiger: Adyen oder Stripe?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Stripe berechnet einen festen Satz (1,5 % + Fixbetrag), Adyen arbeitet mit Interchange++ — Händler zahlen die tatsächlichen Netzwerkkosten plus einen transparenten Aufschlag. Bei hohem Transaktionsvolumen wird Interchange++ in der Regel günstiger als ein Pauschalsatz; bei kleinem Volumen ist Stripes einfache Kalkulation oft günstiger oder zumindest planbarer.
Kann ich mich bei Adyen selbst online anmelden wie bei Stripe?
Nein. Stripe bietet vollständiges Self-Onboarding ohne Vertriebskontakt. Adyen erfordert ein Beratungsgespräch und richtet sich an Mittelstand und Enterprise — für Kleinstunternehmer ohne relevantes Volumen ist der Einstieg entsprechend höherschwellig.
Was bedeutet Interchange++ und warum nutzt Stripe das nicht standardmäßig?
Interchange++ bedeutet, dass die tatsächlichen Netzwerkgebühren der Kartennetze plus ein transparenter Aufschlag berechnet werden — anders als bei einem Pauschalsatz schwankt der reale Preis je nach Kartentyp. Stripe setzt aus Gründen der Einfachheit auf einen Pauschalsatz; Interchange-basierte Preise sind bei Stripe nur für Enterprise-Kunden mit entsprechendem Volumen verhandelbar.
Welcher Anbieter eignet sich für ein wachsendes Start-up mit kleinem Team?
Stripe. Die Self-Onboarding-Fähigkeit, fehlende Mindestumsätze und die entwicklerfreundliche API passen besser zu einem kleinen Team ohne dedizierten Payment-Vertrieb. Adyen wird relevant, sobald Volumen und Internationalisierungsbedarf wachsen.
Wer nimmt welchen?
Mittelstand & Enterprise mit Multi-Channel- und Internationalisierungsbedarf
- Unified Commerce: Online, POS und Marketplace in einer Plattform
- Interchange++ — vollständige Kostentransparenz statt pauschaler Prozentsätze
- Nahezu alle Zahlungsmethoden weltweit verfügbar
Tech-Teams, Online-First-Händler, Plattformen
- Keine Grundgebühr — zahle nur was du nutzt
- Tiefste API-Integration für individuelle Checkout-Flows
- Unterstützt Girocard stationär und 135+ Zahlungsarten online
Passende Ratgeber
Interchange ist die Gebühr, die Händler bei jeder Kartenzahlung zahlen — ohne es auf der Rechnung zu sehen. Wie hoch, wer legt fest, warum relevant.
Artikel lesen →
Der Acquirer ist die Bank hinter dem Kartenterminal — verarbeitet Transaktionen, zahlt aus und haftet für Risiken. Was er kostet und warum er wichtig ist.
Artikel lesen →
Schlechtes WLAN oder kein Netz — häufigste Ursache für Kartenzahlungsprobleme. Lösungen: Mesh-WLAN, Multi-SIM, LTE-Router und wann Richtfunk hilft.
Artikel lesen →Anderen Anbieter vergleichen? Im interaktiven Vergleichstool kannst du beliebige Kombinationen aus 28 Anbietern zusammenstellen.